Satzung

§1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1.1 Der Verein führt den Namen "Verein für Aquarien-, Terrarien- und Naturkunde Bayer Leverkusen e.V."
1.2 Der Verein hat seinen Sitz in Leverkusen und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Leverkusen unter der Nummer 501 eingetragen.
1.3 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
1.4 Der Verein ist dem Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) unter der Mitgliedsnummer 19032 angeschlossen

§2 Zweck des Vereins, Gemeinnützigkeit

2.1 Zweck des Vereins ist die Förderung des Tierschutzes
( Anl. 7 Nr. 16 zu den EStR ), insbesondere durch Haltung, Pflege und Zucht von Aquarien- und Terrarienbewohnern, das Studium ihrer Lebensgewohnheiten, Verhaltensweisen und Krankheiten, die Verbreitung der erworbenen Kenntnisse, die Anregung zur Beobachtung der Natur und ihrer Geschöpfe, die Verhinderung von Tierquälerei und der Vernichtung der heimischen Fauna und Flora.
2.2 Der Verein wird mit den Umweltschutzbehörden zwecks Reinhaltung der Gewässer zusammenarbeiten und zur Wiederherstellung der Biotope beitragen. Insbesondere widmet er sich der Erhaltung gefährdeter Arten freilebender Tiere und Pflanzen in Anlehnung an das Washingtoner Artenschutz-
übereinkommen und die Bundesartenschutzverordnung.
2.3 Der Verein verfolgt mit seinen Bestrebungen ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenverordnung.
2.4 Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
2.5 Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
2.6 Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3 Vereinstätigkeit

3.1 Der Verein erfüllt seine Aufgaben u.a. durch Abhaltung von Vereinsabenden zur Weiterbildung seiner Mitglieder auf den in Ziffer 2 Abs. 1 und 2 genannten Gebieten, Lichtbildervorträge von Mitgliedern und Gästen, Vorzeigen und Tausch von Tieren, Pflanzen und Hilfsmitteln der Aquarien- und Terrarienkunde, Errichtung einer fachwissenschaftlichen Bibliothek, Excursionen zur Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt unserer Heimat, Besuch von öffentlichen Aquarien und Terrarien, von anderen gleichgesinnten Vereinen und Vereinigungen sowie Instituten und ähnlichen Einrichtungen. Seine Mitglieder stellen sich dem praktischen Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz zur Verfügung und wirken bei allen dem Vereinszweck dienenden Maßnahmen mit. Alle Einrichtungen des Vereins stehen den Mitgliedern nach Maßgabe der auf der Mitgliederversammlung festzulegenden Richtlinien zur Verfügung.

§4 Mitgliedschaft

4.1 Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, ohne Unterschied des Geschlechts, des Berufs, der Staatsangehörigkeit und der Konfession. Juristische Personen können ebenfalls als Mitglied aufgenommen werden.
4.2 Anträge auf Erwerb der Mitgliedschaft sind schriftlich an die Geschäftsführung zu stellen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht. Eine Ablehnung ist nicht anfechtbar.
4.3 Die erfolgte Aufnahme ist dem Antragsteller mitzuteilen und die Satzung ist ihm auszuhändigen.
4.4 Die Mitglieder erkennen durch die geleistete Unterschrift im Aufnahmeantrag die Satzung an. Alle Mitglieder sind verpflichtet die Satzung einzuhalten sowie bei der Erreichung der Vereinsziele mitzuwirken.

§5 Austritt von Mitgliedern

5.1 Jedes Mitglied kann seine Mitgliedschaft ohne Angabe von Gründen per Einschreiben kündigen.
5.2 Der Austritt kann jedoch nur zum Ende eines Kalenderjahres erfolgen und ist spätestens bis zum 30.09. des jeweiligen Jahres der Geschäftsführung mitzuteilen ( § 39 BGB ).

§6 Ausschluß eines Mitgliedes

Die Mitgliedschaft endet satzungsgemäß durch Ausschluß in folgenden Fällen:

1. Aus "wichtigem Grund"

6.1 Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn
a) eine ehrenrührige Handlung begangen wird o d e r
b) das Ansehen des Vereins erheblich geschädigt wird o d e r
c) den Interessen des Vereins trotz Abmahnung
vorsätzlich zuwidergehandelt wird.

6.2 Den Ausschlußantrag stellt schriftlich der Vorstand. Die Entscheidung darüber trifft die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
6.3 Der Vorstand hat das betreffende Mitglied 3 Wochen vor Versammlungstermin schriftlich auf den beabsichtigten Ausschluß hinzuweisen und dem Betroffenen innerhalb dieser Frist Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme zu geben.
6.4 Ein erfolgter Ausschluß ist dem Betroffenen mit Angabe des rechtskräftigen Datums " per Einschreiben " bekannt zu geben.
6.5 Der Mitgliedsbeitrag ist bis zum Ausschlußdatum zu entrichten.

2. Wegen Beitragsrückstand

6.6 Hat ein Mitglied seinen Beitrag gemäß Beitragsordnung nicht bis spätestens 30.09. des betreffenden Jahres bezahlt, so kann der Vorstand den Vereinsausschluß beschließen.
6.7 Der Mitgliedsbeitrag ist bis zum Ausschlußdatum zu entrichten.

§7 Mitgliedsbeitrag

7.1 Zur Erfüllung der Vereinszwecke laut Ziffer 2 wird eine einmalige Aufnahmegebühr sowie ein Jahresbeitrag erhoben.
7.2 Die Höhe des Jahresbeitrages sowie die einmal zu entrichtende Aufnahmegebühr ist in der Beitragsordnung festgelegt.
7.3 Die Beitragsordnung wird vom Vorstand vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit beschlossen.
7.4 Für bestimmte Personengruppen wie z.B. Jugendliche, Studenten, Auszubildende, Rentner und Arbeitslose, Familienangehörige von Mitgliedern, fördernde und passive Mitglieder kann die Beitragsordnung ermäßigte Beiträge vorsehen. Wehrdienst- oder Zivildienstleistenden wird für die Dauer des Dienstes der Beitrag erlassen. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

§8 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
a) die Mitgliederversammlung ( Ziffer 9 )
b) der Vorstand ( Ziffer 13 )

§9 Mitgliederversammlung

9.1 Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
a)Verabschiedung der Vereinssatzung und Beitragsordnung,
sowie erforderlicher Änderungen und Ergänzungen,
b) Wahl der Mitglieder des Vorstandes und deren Vertreter,
c) Genehmigung der Abschlußberichte ihrer Organe über das
abgelaufene Geschäftsjahr und Entlastung von Vorstand und
Geschäftsführung,
d) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und der einmaligen
Aufnahmegebühr,
e) Wahl zweier Rechnungsprüfer.
9.2 Die Mitgliederversammlung bestellt den Vorstand für die Dauer von drei Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Die Mitgliederversammlung kann den Vorstand oder einzelne Vorstandsmitglieder abwählen. Mit Zustimmung der Mitgliederversammlung kann er kommissarisch die Geschäfte bis zur Bestellung des nächsten Vorstandes weiterführen.
9.3 Eine ordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, mindestens einmal jährlich, möglichst in den ersten drei Monaten nach Abschluß des Geschäftsjahres (Jahreshauptversammlung).
9.4 Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb von drei Monaten einzuberufen,
a) wenn mindestens 10% der Mitglieder dies schriftlich verlangen,
b) wenn dies von drei Vorstandsmitgliedern verlangt wird.
9.5 Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen. Protokolleinsicht erhalten die Rechnungsprüfer sowie auf schriftlichen Antrag jedes Mitglied.

§10 Einberufung der Mitgliederversammlung

10.1 Die ordentliche und außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von jeweils drei Wochen mit Angabe von Ort, Zeitpunkt und der Bekanntgabe der Tagesordnung einzuberufen.
10.2 Die Frist beginnt mit dem Tag der Absendung der Einladungen an die letzte bekannte Anschrift des Mitgliedes.
10.3 Nach Empfang der Einladung müssen Mitglieder diejenigen Anträge, die sie zusätzlich auf die Tagesordnung gesetzt sehen wünschen, dies schriftlich der Geschäftsführung mitteilen. Diese Anträge müssen sieben Tage vor der Mitgliederversammlung bei der Geschäftsführung eingegangen sein.
10.4 Über Anträge kann ein Beschluß nur gefaßt werden, wenn die Mehrheit sich hierfür ausspricht.

§11 Beschlußfähigkeit

11.1 Beschlußfähig sind die Mitglieder jeder ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung.
11.2 Jedes ordentliche Mitglied und jede juristische Person hat eine Stimme. Ehrenmitglieder sind stimmberechtigt. Jedes Mitglied kann sich bei Verhinderung mit einer schriftlichen Vollmacht in der Versammlung durch ein anderes Mitglied vertreten lassen.

§12 Beschlußfassung

12.1 Es wird offen abgestimmt. Auf Antrag von mindestens 20% der anwesenden Mitgliedern ist schriftlich und geheim abzustimmen.
12.2 Die Mitglieder entscheiden mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder.
12.3 Für eine Satzungsänderung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich (§ 33 BGB ). Die Satzungsänderung muß auf der Tagesordnung angesetzt sein.
12.4 Zur Änderung des Vereinszwecks ( Ziffer 2 ) ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich. Die Zustimmung der nicht erschienenen Mitglieder muß schriftlich eingeholt werden.

§13 Vorstand

13.1 Der Vorstand ( § 26 BGB ) besteht aus fünf gleichrangigen Mitgliedern. Deren Bezeichnung und ggfs. ihr Aufgabengebiet wird auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung bestimmt.
Die Geschäfts- und Vereinsanschrift ist die der Geschäftsstelle.
Die Mitgliederversammlung kann für einzelne Vorstandsmitglieder Stellvertreter wählen.
Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt werden.
13.2 Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich, soweit durch Gesetz und Vereinssatzung nichts Abweichendes bestimmt ist. Je zwei Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam.
13.3 Die Beschlüsse des Vorstandes im Rahmen seiner Aufgabenstellung werden mit einfacher Stimmenmehrheit rechtskräftig. Zur Beschlußfassung sind mindestens drei Vorstandsmitglieder oder deren Stellvertreter erforderlich.
13.4 Über Vorstandsbeschlüsse ist ein Protokoll zu führen. Die Protokolle sind bis zur Entlastung des Vorstandes aufzubewahren. Protokolleinsicht erhalten die Rechnungsprüfer sowie auf schriftlichen Antrag jedes Mitglied.
13.5 Jedes Vereinsmitglied kann in den Vorstand gewählt werden, sofern es mindestens ein Jahr Mitglied ist.
13.6 Scheidet ein gewähltes Vorstandsmitglied während seiner Amtsperiode aus, so ist eine Ergänzungswahl vorzunehmen, die auch auf schriftlichem Wege durchgeführt werden kann.
13.7 Der Vorstand kann Ausschüsse bilden und legt deren Aufgaben fest. Die Mitglieder des jeweiligen Ausschusses wählen einen Leiter oder Sprecher und ggfs. einen Stellvertreter aus ihrer Mitte selbst.

§14 Beirat, Beisitzer (erweiterter Vorstand)

14.1 Für die wirkungsvolle Durchführung des Vereinszwecks, insbesondere die fachgerechte Haltung, Pflege und Zucht von Tieren und Pflanzen kann der Vorstand Fachgruppen (Interessengruppen) bilden, z.B. für einzelne Zierfischarten, Meerestiere, Terrarientiere und Wasserpflanzen.
14.2 Der Vorstand kann Gruppen für andere Aufgaben und Ziele bilden, z.B. Jugendgruppen, Gruppen für Umwelt-, Natur- und Biotopschutz.
14.3 Die Gruppenteilnehmer wählen aus ihrer Mitte einen Leiter und ggfs. einen stellvertretenden Leiter.
14.4 Der Vorstand kann sogenannte Beisitzer oder Berater für besondere Aufgaben berufen, z.B. Bücherwart, Sachanlagenverwalter, Versicherungsbetreuer, Redaktion, Versand der Vereinspublikationen, EDV und andere.
14.5 Der Vorstand fördert und unterstützt die bedeutsame Arbeit der nach Ziffer 14.1 und 14.2 gebildeten Gruppen. Die Gruppenleiter und Beisitzer können beratend an den Vorstandssitzungen teilnehmen. Zur Förderung der Vereinsaktivitäten sollen im Laufe eines Jahres mehrmals Arbeitsbesprechungen (Vierteljahresgespräche) des Vorstandes und Beirates stattfinden.

§15 Vertretungsbeschränkung des Vorstandes

15.1 Die Vertretung des Vorstandes ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt, daß zum Erwerb oder Verkauf, zur Belastung und zu allen sonstigen Verfügungen über Grundstücke (und grundstücksgleiche Rechte) sowie außerdem zu Aufnahme eines Kredites, die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist ( § 26 Abs. 2 Satz 2 BGB). Bei Eingehung von Verpflichtungen hat er die Haftung der Mitglieder auf das aktuelle Vereinsvermögen zu beschränken.

§16 Auflösung des Vereins

16.1 Der Verein kann nur durch Beschluß der Mitgliederversammlung aufgelöst werden.
16.2 Zur Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Vereinsmitglieder erforderlich ( § 41 BGB ).
16.3 Ist eine zur Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung nicht beschlußfähig, so ist vor Ablauf von einem Monat seit dem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit der selben Tagesordnung einzuberufen. Diese weitere Versammlung muß spätestens innerhalb von vier Monaten, von diesem Zeitpunkt aus gerechnet, erfolgt sein.
16.4 Die neue Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder beschlußfähig. Die Einladung zu der neuen Versammlung hat einen Hinweis auf diese erleichterte Beschlußfähigkeit zu enthalten.
16.5 Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand ( § 48 ff BGB ).
16.6 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes, fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für den Tierschutz.

§17 Inkrafttreten

Die vorstehende Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am 18.01.1994 in Leverkusen verabschiedet. Sie tritt mit der Beschlußfassung in Kraft.
Die bisherige Fassung verliert ihre Gültigkeit.